ARBEITSKREIS SOCIOLOGY OF THE FAR RIGHT

11
Posts
30
Members
14
Followers
# ![<](file-guid:b53ee88a-e651-4153-acc5-dbc105948636 "Veranstaltung2.jpg") --- --- ### **Kommende Veranstaltungen:** **29.11.2021, von 18-20 Uhr c.t. (digital)**\ Kolloquium: **“Politische Raumkultur als Verstärker der Pandemie?”** Vortrag von **Christoph Richter** (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena & Forschungsinstitut gesellschaftlicher Zusammenhalt). Zoom-Link: [https://uni-hamburg.zoom.us/j/98341348777?pwd=Z2ZVdkZhUHFNTFM4WmIvdC9uNzlXdz09](https://uni-hamburg.zoom.us/j/98341348777?pwd=Z2ZVdkZhUHFNTFM4WmIvdC9uNzlXdz09) Im Beitrag werden Befunde einer quantitativen Studie zum Zusammenhang zwischen lokaler Raumkultur und dem COVID 19-Inzidenzgeschehen vorgestellt. In der Studie werden mittels Strukturgleichungsmodellen (latente Wachstumsmodelle) das dynamische Infektionsgeschehen der ersten beiden Wellen im Jahr 2020 hinsichtlich des Einflusses politischer Raummerkmale auf der Ebene der 401 Kreise untersucht. Ein zentraler Befund ist, dass der Einfluss der politischen Raumkultur sichtbar zum Infektionsgeschehen beizutragen scheint. Dort wo der Zuspruch zu Parteien der radikalen Rechten höher lag, konnte ein signifikanter Anstieg der Infektionszahlen gezeigt werden. **20.12.2021, von 18-20 Uhr c.t. (digital)**\ Kolloquium: **“Soziale Bedingungen (rechts-)terroristischen Handelns: Das Unterstützer:innen-Netzwerk des NSU.”** Vortrag von **Lotta Mayer** (Bergische Universität Wuppertal) Terrorismus ist ein soziales Phänomen und entsteht aus einem sozialen Prozess unter bestimmten sozialen Bedingungen, wie Friedhelm Neidhardt in seiner klassischen Studie zur RAF zeigt. Dies gilt auch für extrem rechten Terrorismus. Ausgehend von Neidhardt lässt sich fragen nach den sozialen Bedingungen erstens der Entstehung terroristischer Gruppen, zweitens nach denen ihres Fortbestands und drittens nach denen ihrer Fähigkeit, (konkrete) Anschläge zu begehen. Dies verweist nicht zuletzt auf benötigte Ressourcen und die Rolle, die (individuelle und organisationale) Unterstützer:innen bei deren Beschaffung spielen. Das vorgestellte Projekt geht diesen Fragen durch eine netzwerkanalytische Rekonstruktion des Unterstützer:innen-Netzwerks des "Nationalsozialistischen Untergrunds" nach. **31.01.2022 von 18-20 Uhr c.t. (digital)**\ Kolloquium: **“Soziologie und Postnationalsozialismus.”** Vortrag von **Michael Becker** (Friedrich-Schiller-Universität Jena). Die Bundesrepublik ist eine postnationalsozialistische Gesellschaft. Dieses Paradigma galt in der westdeutschen Soziologie bis zum Ende der 1960er Jahre. Sozialstruktur und politische Kultur wurden in ihrer Genese aus dem Nationalsozialismus erklärt. Mit der Historisierung des Nationalsozialismus seit den 1970er Jahren ist diese historische Dimension zunehmend aus der Soziologie ausgeblendet worden. Diese Entwicklung soll im Vortrag zunächst skizziert werden. Daran wird sichtbar, dass ihre Folgen auch für die gegenwärtige Rechtsextremismusforschung ebenso wie für das gesellschaftliche Verständnis von Rechtsextremismus von Bedeutung sind. Das soll abschließend in Form einiger Thesen zur Diskussion gestellt werden. --- ### Vergangene Veranstaltungen: 30\.09.2021 \ Workshop: Rechtsextremismus als Herausforderung für die Soziologie (online)\ [Programm (PDF)](https://sociohub-fid.de/file/file/download?download=0&guid=782d6183-6a73-4348-b89f-26ebf8b70656&hash_sha1=1ae038f0)